lehre

Sommer 2018
Digital Imaginaries. Seminar mit der YOUNG GIRL READING GROUP
zusammen mit Dorota Gawęda und Eglė Kulbokaitė (YGRG), Annemarie Hahn und Nada Schroer (MA-Seminar Kunstdidaktik, Humanwissenschaftliche Fakultät, Universität zu Köln und NRW-Forum Düsseldorf) 

Seminarkonzept

Teil 1: Symposion Digital Things (21.-22.6.2019)
Wie hat sich die Beschaffenheit, das Potential und die Agency von materiellen Dingen und unser Verhältnis zu ihnen durch die Digitalisierung verändert? Im Mittelpunkt des Symposions steht die Frage, welche Affekte und Emotionen durch die digitale Dingkultur produziert oder verstärkt werden und welche Rolle dabei smarte Oberflächen und -ästhetiken spielen. Wie werden wir durch digitale Dinge affiziert und welche Narrative und Zukunftsentwürfe werden dadurch produziert? Wie werden diese Fragen in der zeitgenössischen Kunst verhandelt?

Teil 2: Workshop im NRW-Forum Düsseldorf (5.-6.7.2019)
Mit dem Künstlerinnen-Kollektiv YOUNG GIRL READING GROUP (Dorota Gawęda und Eglė Kulbokaitė) soll im Anschluss an den theoretischen Teil eine von der YGRG gestaltete Rauminstallation im NRW-Forum gemeinsam performativ aktiviert werden. In der Auseinandersetzung mit feministischer Theorie, Speculative Fiction und Technikphilosophie werden räumliche, immersive Settings geschaffen, in denen wir performen und gemeinsam Ansätze einer zukünftigen Kunstpädagogik skizzieren. 

  

Winter 18/19
Prototyping Futures. Über Zukunftsentwürfe in der Kunst(pädagogik)
zusammen mit Torsten Meyer (BA/MA-Seminar Kunstdidaktik, Humanwissenschaftliche Fakultät, Universität zu Köln)

Seminarkonzept

“I want the readers to find an ‘elsewhere’ from which to envision a different and less hostile order of relationships among people, animals, technologies, and land […] I also want to set new terms for the traffic between what we have come to know historically as nature and culture.” – Donna Haraway

Von einem imaginierten Punkt in der Zukunft soll in diesem Seminar auf die zukünftige Vergangenheit ­– unsere jetzige Gegenwart ­– geschaut werden. Von hier lassen wir den Blick schweifen: Wie sieht das zukünftige Präsens aus? Was hätten wir heute tun können, um dieses Morgen zu erreichen? Welche Potentiale bieten alternative Zukunftsentwürfe aus Kunst und Philosophie? Welche Ideen vermitteln Science-Fiction, Designtheorien, Start-Ups und Maker-Szene? Welche Geschichte(n) erzählen Metadaten? Wie träumen wir gemeinsam mit Maschinen?

Im Seminar werden wir uns mit verschiedenen künstlerischen Arbeiten (von Cécile B. Evans, Pinar Yoldas, Christopher Kulendran Thomas u.a.m.) befassen und untersuchen, welche Zukünfte sie mit welchen Mitteln entwerfen, welche Kategorien und Konventionen diese in Frage stellen und welche neuen Perspektiven sie eröffnen. Was sind die Futurismen unserer Gegenwart und wie können wir diese durch kunstpädagogische Fragestellungen erweitern? 

Die Teilnehmer*innen lernen im Seminar ausgewählte künstlerische Arbeiten und theoretische Texte zum Thema kennen und entwickeln im Anschluss konkrete Unterrichtsideen, Übungen oder Projekte zu diesen Arbeiten in Form von Arbeitsblättern und Handreichungen, die sich formal an Beiträgen des kürzlich veröffentlichten „Workbook Arts Education“ orientieren: myow.org. 

  

Future Memories: Queering Media Culture and Arts Education
zusammen mit Nada Schroer, Aurora Rodonó, Eva Busch, Katja Lell, Jane Eschment, Mirjam Thomann, Julia Nitschke, Olga Holzschuh & Rina Schmeing (BA/MA-Projektseminar, Humanwissenschaftliche Fakultät, Universität zu Köln) 

>>> Zur Dokumentation des Seminars  

Seminarkonzept

Vor dem Hintergrund fortschreitender Digitalisierung und Globalisierung richtet sich der Fokus der beiden Workshops „Future“ und „Memories“ im Rahmen des Projekts „Queering Media Culture & Arts Education“ auf die medienspezifischen De- und Restabilisierungen von Gender und People of Colour: Wo und wie wirken Vorstellungen von Gender und People of Colour auf medialer Ebene? Und wie werden diese Vorstellungen wiederum von medialen Umgebungen strukturiert? Von Interesse ist außerdem die Frage, welche bildungstheoretischen und medienpädagogischen Herausforderungen sich im Horizont medienkultureller Transformationen und queer-feministischer, postkolonialer Einsprüche auftun.

Im Seminar untersuchen wir neue Bildsprachen, visuelle (Selbst-)repräsentationen und künstlerisch-mediale Strategien, die normative und stereotype „Regime der Repräsentation“ von Frauen*, People of Color und Queers herausfordern. Wie machen Künstler*innen heteronormative und rassistische Normen sichtbar? Welche alternativen Visualisierungen bringt queere Performativität hervor? Wie lässt sich kritische Medienpraxis von diesem Standpunkt aus bestimmen? Und welche theoretischen und methodischen Ansätze lassen sich daraus ableiten? 

Neben dieser inhaltliche Bearbeitung ist das Seminar als kritische Auseinandersetzung mit akademischen Normen der Wissensproduktion und räumlichen sowie zeitlichen Lehr- und Lernbedingungen zu verstehen. Dabei möchten wir alternative Formen des Lehrens, Lernens, des Zuhörens, Lesens, gemeinsamen Recherchierens und Handelns aus einer intersektionalen, queeren und feministischen sowie postkolonialen und antirassistischen Perspektive erkunden und strukturell vorantreiben.  

  

Sommer 18
Because Internet.
zusammen mit Torsten Meyer (BA/MA-Seminar Kunstdidaktik, Humanwissenschaftliche Fakultät, Universität zu Köln)

Seminarkonzept

Jedes Foto, jeder Gedanke, jedes Gespräch ist heute automatisch informiert durch das Internet. Es ist allgegenwärtiger Teil unserer Realität geworden; es hat sich transformiert in Erwartungen über ständige Erreichbarkeit, macht sich bemerkbar beim Scannen von Momenten auf ihre Social-Media-Tauglichkeit, im täglichen Posten, Scrollen, Streamen, Liken, Sharen, Tweeten. Komplexe Prozesse fortschreitender Digitalisierung artikulieren sich in weltweit vernetzten Communities, in hyperkulturellen und global zirkulierende Bildwelten, lernenden Algorithmen, Whistleblowing, Hacktivism, Softwarearchitekturen, Crowdsourcing, Digital Commons… – die Künstlerin Sophia Al Maria bringt es auf den Punkt: „Because Internet.“

Vom 7.-9.6. findet am Institut für Kunst & Kunsttheorie die Tagung „Because Internet.“ statt. Im Fokus stehen post-digitale Kunst und angrenzende Theoriekontexte, besonders aber auch Praxisentwürfe einer Kunstpädagogik NACH dem Internet. Die aktive Teilnahme an der Tagung wird wesentlicher Teil des Seminars sein. Die Seminarteilnehmer*innen entwickeln im Seminar und im Rahmen der Tagung entlang eigener Fragestellungen kunstdidaktische Entwürfe, die anschließend im Seminar präsentiert und diskutiert werden. 

  

Winter 17/18
Post-Internet Arts Education: Zwischen Innovationsgymnastik und Start-Up-Athletik
zusammen mit Torsten Meyer /Die Stimmung des 21. Jahrhunderts (BA/MA-Seminar Kunstdidaktik, Humanwissenschaftliche Fakultät, Universität zu Köln)

Seminarkonzept

Willkommen im spätkapitalistischen Supermarkt der Möglichkeiten. Zwischen Innovationsgymnastik (1) und performativer Selbstoptimierung. Mit geradezu athletischen Ambitionen und gekonnter Leichtfüßigkeit buchstabiert die sogenannte Post-Internet Art gegenwärtig im Akkord Remix, Mash-Up, Zitat, Plagiat, Künstler*innenpräsenz und Live-Stream durch. Jedes Material, jede Idee ist potenzieller Impuls für die eigene Arbeit, ready-made und fertig zur weiteren Anwendung – just click and apply (2). 

Post-Internet Art, seit 2014 breitenwirksam in die deutschsprachige Kunstkritik eingegangen, soll in diesem Seminar im Zentrum stehen und durch aktuelle Texte, Videos und Alltagsbeobachtungen beforscht werden. Alle Teilnehmenden entwickelt im Laufe des Seminars ein eigenes Positionspapier zu einem ausgewählten Aspekt der Post-Internet Art mit Anschlüssen für eine zukünftige Post-Internet Art Education. – Wie und mit welchen Mitteln kann eine Kunstpädagogik entworfen werden, die mit den Tatsachen und durchaus auch Überfordernissen unserer Zeit umzugehen weiß?

  

Acto espacio: anti-materia.org/eyecandy/2016/10/2/week-33sacha-toncovich

Sommer 17
Einführung in die Kunstpädagogik
BA-Seminar Kunstdidaktik, Humanwissenschaftliche Fakultät, Universität zu Köln)

Seminarkonzept

Die Veranstaltung gibt einen Einblick in die historischen Entwicklungen und aktuellen Positionen der Kunstpädagogik und thematisiert Brennpunkte der gegenwärtigen Fachdiskussion. Im Mittelpunkt steht die Frage, wie die Zusammenhänge von Kunst, Darstellungstechnologien und Bildung gedacht wurden, werden und gedacht werden könnten. 

  

Winter 16/17
Shopping
BA-Seminar Kunstdidaktik, Humanwissenschaftliche Fakultät, Universität zu Köln)

Seminarkonzept

In der Werbung lassen sich alle erdenklichen Fiktionen vermarkten – Fitness in Form von Joghurtkulturen, Ideen von Männlichkeit als Axe-Effect, Verwegenheit über Automarken, Rebellion gepresst in Zigarettenpackungen und Haargeltuben. Marken werden zu Gefühlen, werden zu Einstellungen, zu Erwartungen, zu Glücksversprechen und konsumierbaren Vorstellungen von Authentizität und Realness. Jede Konsumentscheidung ist gleichzeitig eine Entscheidung über Lifestyle, Gewissensfragen, Nachhaltigkeit, Produktionsbedingungen, Verwertungslogiken etc. Während Widerständigkeit und Rebellion längst von der Werbeindustrie inhaliert worden und demnach nicht mehr allein Spezialeffekte des Kunstbetriebs sind, machen Künstler*innen Konsum, Marketing und medienwirksame Inszenierung ihrer Arbeiten und ihrer selbst zum Material und Ort ihrer Auseinandersetzung.

Zwischen Werbung, Konsum und Kunst lassen sich enge Verflechtungen beobachten, die im Seminar zum Hauptgegenstand werden. Wie kann in diesem Feld und mit diesem Bewusstsein kunstpädagogisches Handeln aussehen? Wie gehen Künstler*innen mit dem Verhältnis von Konsum und Kunst um und wie lässt sich dieses kunstpädagogisch bearbeiten? Und: Was kann beim Shoppen eigentlich über aktuelle künstlerische Strategien gelernt werden? (vgl. Billmayer 2012: zkmb.de/437)

Im Seminar erfolgt durch Texte, Videos und kleinere Übungen ein Einstieg ins Thema. Ziel für die Teilnehmenden ist es, selbst kunstdidaktische Übungen zu konzipieren, im Seminar durchzuführen und gemeinsam zu reflektieren. 

  
  

Bilder von Linda Zwiener, Samira Zschocke, Elena Gries

 

 

 

Ringvorlesung Kunstpädagogische Positionen
(Vertretung für Prof. Dr. Torsten Meyer, zusammen mit Annemarie Hahn, Kunstdidaktik, Humanwissenschaftliche Fakultät, Universität zu Köln)

Seminarkonzept

Gegenwärtig tritt die Koppelung von Kunst & Pädagogik, Kunstpädagogik, weniger durch systematische Gesamtentwürfe in Erscheinung, als durch eine Vielzahl unterschiedlicher Positionen, die aufeinander und auf die Geschichte des Faches unterschiedlich Bezug nehmen. Dieser Situation wird mit der Veranstaltung eine Darstellungsform gegeben.

In Kooperation mit der Universität Hamburg, der Universität Oldenburg und der Zürcher Hochschule der Künste ZHdK werden in dieser Veranstaltung kunstpädagogische Positionen in Form von Gastvorträgen zur Kenntnis gebracht, die das Lehren, Lernen und die bildenden Effekte der Kunst konturieren helfen.

Mit der Veranstaltung ist die Publikationsreihe „Kunstpädagogische Positionen“ verbunden. Die einzelnen Publikationen sind online verfügbar unter: kunst.uni-koeln.de/kpp